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Über die Naturfeuchte von Walkersbrunn

Über die „Naturfeuchte“ von Walkersbrunn

Walkersbrunn 2. August 2008

Über das Wetter von Walkersbrunn wird in der Station Heuberg seit 23 Jahren Buch geführt und die Ergebnisse werden in Zeit- und Datenreihen elektronisch gespeichert. Wegen der Bedeutung der niederschlagsgespeisten „Mürthenbrunnenquelle“ für die Wasserversorgung von Walkersbrunn und künftig wohl auch Gräfenberg ist die dokumentierte jahrzehntelange Niederschlagserfassung wichtig.

Für die „Naturfeuchte“, also den Regen und Schnee, in Walkersbrunn ergeben sich folgende Eckwerte:

Das Jahr bringt für Walkersbrunn im 23 jährigen Durchschnitt 952 l/qm Wasser
(Schwankungsbreite: 684 (1985) und 1369(2001).
Die Jahresniederschlagsmenge stieg von 1985 bis 2001 tendenziell an und stagniert seither um die 1000/l/qm/J.


Wie die Grafik 2008 der langjährigen monatlichen Walkersbrunner Wasserkurve (blaue Kurve) zeigt, bewegen sich die Monatsniederschlagswerte um die 80 l/qm herum, steigen ab August bis Januar auf einen satten 80iger Wert, um im April auf den Jahrestiefwert von 65 l/qm zu sinken und anschließend das Jahresmaximum von 100 l/qm im Juli anzupeilen.
Wenn man weiß, daß sich Durchschnittswerte die Struktur in der Regel in oft recht „geglätteter“ Form, also ohne die Zacken der tatsächlichen Entwicklung, abbilden, wurde auch 2008 die Grundstruktur der Niederschläge bei uns eingehalten (rote Kurve).
Die Niederschlagsbilanz von 2008 für Walkersbrunn, also der hiesige Insgesamtniederschlagswert von Januar mit Juli 2008, weist mit bisher 520 l/qm gegenüber dem langjährigen Sollwert von 562 l/qm ein Manko von 42 l/qm aus; also nur 93% des statistischen Muß an Naturfeuchten haben sich bisher auch eingefunden.. Heuer ist es hier etwas trockner als sonst ortsüblich, was mit der gefühlten „Feuchten“ und dem Blick in die Natur übereinstimmt.

Zur Zeit fehlen strukturell 7 % Niederschlagswasser für die Mürthenbrunnenquelle, was sich aber nach den bisherigen Erfahrungen -wegen des großen Speichervermögens dieses Quellsystems- erst in 10-12 Wochen auswirken dürfte und von der Größenordnung im Verhältnis zu Verbrauchsverhalten völlig unproblematisch ist. Derzeit sind auch keinerlei Versorgungsprobleme erkennbar.

Jörg-Dietrich Schmidt


Nachlese Kerwa 2008
Folkloregruppe „CHIRRIPO“ aus Costa Rica